4diget.de - Über Martin Kornmüller

Foto von Martin Kornmüller

Hier stellen wir den Erfinder und Betreiber von 4diget.de vor.

Motivation

In einer Welt voller "selbsternannter Experten" und kurzlebiger Software-Trends schulde ich dir die Antwort auf die Frage:
Warum ausgerechnet dieses System? Und warum jetzt?
Kurz gesagt, weil in der heutigen Zeit nichts mehr sicher ist und was heute gilt, kann morgen ganz anders sein.
Ich suchte für mich eine nachhaltig und unabhängige Lösung und entwickelte zunächst nur für mich diese Lösung, die alles auf den Kopf stellt und jeden faszinierte, der dies sah.

Erste Reaktionen

Ich zeigte die Lösung Verwandten und Bekannten, die wissen wollten, was ich derzeit in meiner noch jungen Rente so treibe.
Die einhellige Reaktion war:
"Martin, das kannst du nicht geheimhalten! Das musst du unbedingt veröffentlichen!"

Digitales Eigentum

Von Anfang an war für mich klar, wenn ich das herausgebe, dann muss der Quellcode komplett verfügbar sein. So entstand der Begriff "digitales Eigentum".

Wieso gerade ich?

Über 35 Jahre Coden, Krisen und eine folgenschwere Erkenntnis

Mein Weg begann 1982, lange bevor das Internet ein Massenphänomen war. Als wissenschaftliche Hilfskraft im Mathematikstudium bewertete ich wöchentlich die logischen Lösungen von über 100 angehenden Wirtschaftsinformatikern.
Ich sah tausende Wege, wie Code funktionieren kann - und wie er scheitert. Meine Diplomarbeit (1987) über semi-infinite Optimierung kratzte bereits an den mathematischen Grenzen dessen, was wir heute KI nennen.

Doch Theorie war mir nie genug. Ich wollte Systeme bauen, die in der harten Realität bestehen.

Der "8-Jahre-auf-4-Monate"-Effekt

Anfang der 90er Jahre leitete ich die Automatisierung der Entwicklungswege bei einem Marktführer im Maschinenbau. Wir standen vor einem gigantischen Problem:
Die "Time-to-Market" betrug acht Jahre. Durch eine radikale Neustrukturierung der Software-Architektur gelang es uns, diesen Zeitraum auf vier Monate zu senken.
Die Lektion: Komplexe Systeme sind oft nur deshalb langsam, weil sie unnötigen Ballast mitschleppen.

Die Geburtsstunde der dynamischen Freiheit (1997)

Bevor es PHP oder moderne Web-Datenbanken gab, präsentierte ich auf der CeBIT 1997 ein System, das heute noch als Sensation gelten würde:
Eine voll-dynamische HTML-Webseite, die über CGI direkt auf ISAM-Datenbanken zugriff. Das Echo war gewaltig: Potenzielle Millionenumsätze pro Kunde wären möglich gewesen.

Doch hier lernte ich die schmerzhafteste Lektion meiner Karriere:
Die Abhängigkeit von Dritten. Der Firmeninhaber verkaufte das Unternehmen an einen US-Konkurrenten, und eine bahnbrechende Technologie verschwand über Nacht in einer Schublade.

Das Siemens-Intranet: ein System für die Ewigkeit

Nach dem Wechsel in die Medizininformatik (Marktführer für Krankenhaus-Informationssysteme) stand ich 2001 vor einer Mammutaufgabe. Siemens übernahm unser Unternehmen und forderte ein zentrales Intranet. Das Wissen lag in einem "Wildwuchs" aus Dateien verstreut.
Zusammen mit sechs Personen baute ich innerhalb von acht Wochen ein System auf Basis von HTML, JS, CSS und etwas PHP. Das Entscheidende: Es war radikal wartungsarm.
Heute, über 25 Jahre später, wird genau dieses System immer noch täglich von rund 600 Mitarbeitern genutzt. Es hat Firmenübernahmen und Corporate Design-Wechsel mit minimalen Handgriffen überstanden.
Während andere Systeme alle zwei Jahre neu gebaut werden mussten, blieb mein "wartungsfreier Kern" stabil.

Patente, Ministerien und der "Stopp von oben"

Ich entwickelte die erste freigegebene Schnittstelle für die deutsche Gesundheitskarte (Telematik-Infrastruktur). Mein Software-Patent (DE 102007020759 B3) zur medizinischen Systemarchitektur hätte die Probleme der Vernetzung in Großkrankenhäusern bereits 2008 gelöst.
Doch erneut griffen externe Mächte ein. Politische Stopps machten jahrelange Arbeit und ein millionenschweres Patent über Nacht wertlos.

Foto von Martin Kornmüller

Burnout und Ausstieg

2016 folgte der Burnout - die logische Konsequenz aus dem ständigen Kampf gegen Neid und externe Blockaden. Das war für mich die Basis zum Ausstieg in die Rente, berufliche Freiheit und Unabhängigkeit.

Die Entstehung von 4digEt: Souveränität als Antwort

Nach meinem Ausstieg aus der aktiven Konzernwelt im April 2024 kehrte ich zu meinen Wurzeln zurück. Neben dem Beruf betrieb ich immer aktive Weiterbildung und verfolgte das Thema Internet und Webdesign mit allen Technologien mit allen Neuerungen intensiv.
Doch auch hier erlebte ich erneut ein Debakel beim Versuch 53 Domains umzuziehen. Meine Analyse war für mich niederschmetternd und plötzlich verstand ich das Muster:
Alle meine Projekte scheiterten dann, wenn Dritte (Chefs, Regierungen, Software-Giganten) die Regeln änderten. Nur das wartungsfreie, unabhängige Intranet überlebte.
4digEt ist die Essenz aus 35 Jahren High-End-Entwicklung. Es ist die Befreiung von der "Miete" bei Drittanbietern.

Privates

So bewegt wie mein Berufsleben ist auch mein Privatleben:
Über 40 Jahre verheiratet mit Sonja. Zusammen haben wir 5 Töchter und 8 Enkelkinder. Da ist immer viel los, was für den notwendigen Ausgleich schon immer sorgte.